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Windows reparieren mit DISM und SFC

Stürzt Windows ab, öffnen sich Einstellungen nicht mehr oder scheitern Updates, sind oft beschädigte Systemdateien die Ursache. DISM repariert den Komponentenspeicher, aus dem Windows seine Dateien bezieht. SFC prüft dann die eigentlichen Systemdateien und ersetzt defekte aus diesem Speicher. Deshalb kommt DISM zuerst.

Für Geübte

Diese Anleitung arbeitet mit Systemwerkzeugen von Windows. Gehen Sie die Schritte genau so durch, wie sie hier stehen. Wenn Ihnen dabei etwas komisch vorkommt, hören Sie lieber auf und schreiben Sie mir. Das ist völlig in Ordnung.

  1. Terminal als Administrator öffnen

    Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie Terminal (Administrator), bei Windows 10 Windows PowerShell (Administrator). Bestätigen Sie die Nachfrage mit Ja. Oben im Fenster muss Administrator stehen.

  2. Den Zustand prüfen

    DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth

    Das dauert nur Sekunden und zeigt, ob bereits eine Beschädigung bekannt ist. Für eine gründliche Prüfung:

    DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth

    Das dauert einige Minuten.

  3. Den Komponentenspeicher reparieren

    DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

    DISM lädt dabei saubere Dateien über Windows Update herunter, der Computer braucht also Internet. Das dauert 10 bis 30 Minuten. Die Anzeige bleibt oft lange bei 20 % oder 62 % stehen. Das ist normal, bitte nicht abbrechen.

    Am Ende sollte stehen: Der Wiederherstellungsvorgang wurde erfolgreich abgeschlossen.

  4. Systemdateien prüfen

    sfc /scannow

    Mögliche Ergebnisse:

    • Keine Integritätsverletzungen gefunden: Die Systemdateien sind in Ordnung.
    • Beschädigte Dateien wurden gefunden und erfolgreich repariert: Neu starten und sfc /scannow zur Kontrolle noch einmal laufen lassen.
    • Einige Dateien konnten nicht repariert werden: Neu starten und DISM und SFC noch einmal ausführen. Bleibt es dabei, siehe nächster Schritt.
  5. Das Protokoll auswerten

    Was SFC gefunden hat, steht in der Datei CBS.log. Dieser Befehl schreibt nur die SFC-Einträge in eine Datei auf Ihren Desktop:

    Select-String -Path "$env:windir\Logs\CBS\CBS.log" -Pattern "\[SR\]" | Out-File "$env:USERPROFILE\Desktop\sfc-ergebnis.txt"

    Suchen Sie darin nach Cannot repair. Dort steht, welche Dateien betroffen sind.

  6. Wenn DISM die Quelle nicht findet

    Meldet DISM den Fehler 0x800f081f (Quelldateien nicht gefunden), laden Sie bei Microsoft eine ISO-Datei Ihrer Windows-Version herunter und öffnen Sie sie per Doppelklick. Sie erscheint als eigenes Laufwerk, zum Beispiel D:. Zuerst die richtige Edition suchen:

    DISM /Get-WimInfo /WimFile:D:\sources\install.wim

    Dann mit der Indexnummer Ihrer Edition (zum Beispiel 6 für Pro):

    DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth /Source:wim:D:\sources\install.wim:6 /LimitAccess

    Heißt die Datei install.esd, ersetzen Sie wim: durch esd: und den Dateinamen entsprechend.

Extra: Komponentenspeicher verkleinern

Nach erfolgreicher Reparatur gibt dieser Befehl Platz frei, den alte Update-Versionen belegen:

DISM /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup

Bereits installierte Updates lassen sich danach nicht mehr deinstallieren. Bleiben die Probleme trotz Reparatur, ist eine Neuinstallation oft der schnellere Weg.

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